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Rückblende

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Spende der VR-Bank im Dezember 2011

Text: Anita Haag

Wie bereits in den vergangenen Jahren verzichtet die VR Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim in der Weihnachtszeit darauf, ihren Kunden ein persönliches Weihnachtsgeschenk zu überreichen. Stattdessen unterstützt die VR Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim soziale, kulturelle und mildtätige Einrichtungen und Vereine. Bei einer Feierstunde am 15. Dezember 2011 in der Hauptstelle Schwäbisch Hall wurde an über 74 Vereine und Institutionen Spenden in Höhe von insgesamt über 126.000 Euro übergeben.

Auch der LandFrauen Kreisverband Schwäbisch Hall darf sich über eine Spende über Euro 1.000,-- freuen. Das Geld soll für die Erstellung neuer Flyer des Kreisverbandes verwendet werden. Die Spenden sind auch ein Dankeschön und eine Anerkennung des großen ehrenamtlichen Engagements der einzelnen Vereine und Institutionen.



Kulturreise ins Vieländereck

Text: Anita Haag

Zur einer Kulturreise in das Vierländereck hatte der Kreislandfrauenverband Schwäbisch Hall eingeladen. Von Feldkirch (Österreich) aus wurde das Festspielhaus in Bregenz, das Appenzeller Land (Schweiz) mit Stadtführung in St.Gallen, eine Fahrt mit dem City- Train (Liechtenstein) und das Schloß in Tettnang (Deutschland)erkundet.

Das Foto zeigt die Gruppe nach einer Führung in der Kapelle auf dem Kristberg im Silbertal (Österreich)



Landfrauen feiern Kreisadvent im Diak
27.11.2011

Text und Fotos: Margitta Schmidt

Festliche Stimmung herrscht im Kapellensaal, den die Frauen des Haller Ortsvereins liebevoll geschmückt haben. Neben Weihnachtsliedern und der Geschichte "Janine feiert Weihnachten", gelesen von Pfarrer Bauer, berichtet die stellvertretende Kreisvorsitzende Ilse Stutz über "125 Jahre Diakoniewerk". Kreisvorsitzende Anita Haag bedankt sich bei den aktiven und früheren Ehrenamtlichen für ihren ideenreichen und tatkräftigen Einsatz. Offiziell verabschiedet werden Petra Seeßle als Kreisvorstandsmitglied und Helga Lindner als Vorsitzende des Ortsvereins Vellberg. Petra Seeßle übernimmt als Nachfolgerin von Lindner das Amt der Vorsitzenden in Vellberg.






v.li.n.re.: Petra Seeßle, Adelheid Maurer, Helga Lindner, Anita Haag


Landfrauen kochen für SWR3- Serie "Essgeschichten"
24.11.2011

Text und Fotos: Margitta Schmidt

Für das nächste Jahr plant der SWR3 neue Folgen der Serie "Essgeschichten". An zwei Tagen wurde in der Brauereigaststätte "Löwen" und in der Küche von Anita Haag gedreht. Schwerpunkt dieser Folge ist "Das Salz in der Suppe".

Neben Anita Haag und Gertrud Glasbrenner drängt sich auch das dreiköpfige SWR3- Team, samt Kamera und Mikrofon, vor Herd und Arbeitsplatte. Jede Einstellung wird mit den beiden Landfrauen besprochen. Wo sollen die Kartoffeln geschält werden? Sind die Zutaten für die Soleier gut zu erkennen? Wie kommen beide Frauen am besten ins Bild? Nicht alle Szenen klappen auf Anhieb. Als der Braten wieder aus dem Backofen geholt werden muss, schneidet Anita Haag geduldig die bereits angegarte Oberfläche ab. Die Regieanweisung, das Fleisch mit Haarspray zu besprühen um es glänzen zu lassen, lehnt sie energisch ab. "Das kommt gar nicht in Frage. Das neue Leitthema der Landfrauen heißt: Leben ist mehr wert. Für mich bezieht sich das auch auf Lebensmittel" meint die Kreisvorsitzende. Regisseurin Tanja Hamilton akzeptiert die Entscheidung. Die Szene kommt ohne Haarspray in den Kasten. Nachmittags um vier Uhr sind die Dreharbeiten um die Zubereitung von Salzbraten vom Schwäbisch Hällischen Landschwein, Soleiern und in Salz eingelegtem Würzgemüse endlich abgeschlossen. Bei einem gemeinsamen Essen geht der anstrengende Tag zu Ende.

"Als die Anfrage vom Sender kam, versuchte ich ein paar Frauen zu motivieren, leider ohne Erfolg. Ich wollte aber die Chance, Hall ins Fernsehen zu bringen, nicht verstreichen lassen", berichtet Haag. Gertrud Glasbrenner, Kassiererin der Michelbacher Landfrauen, erinnerte sich an die zum Thema passenden Soleier ihrer Großmutter. Schließlich erklärten sie sich bereit, zusammen vor die Kamera zu treten. "Wenn es nur ums Kochen ginge, hätten wir vermutlich abgelehnt, aber die Sendung gibt auch Informationen über Hall und Salz", begründet Glasbrenner ihre Entscheidung. Für beide waren die Sendetage anstrengend aber interessant. "Man glaubt gar nicht, wie viel Arbeit hinter ein paar Drehminuten steckt". Der Sendetermin dieser Folge steht noch nicht fest.

Rezept Soleier:

Ein 1 l Glas, am besten ein Eindünstglas mit einem guten Verschluss.
7 hartgekochte Eier
3/4 Liter Wasser
2 1/2 Eßlöffel. Salz (etwa 60 g Gramm)
1 Teelöffel Senfkörner
1/2 Teelöffel Pfefferkörner
5 Wacholderbeeren
1 Chilischote
2 Lorbeerblätter
Zwiebelschale zum Färben
Das Wasser mit den Gewürzen und Schalen kurz aufkochen und leicht abkühlen lassen.
Die abgekühlten Eier auf die Arbeitsfläche legen und mit leichtem Druck rollen, damit die Schale schön aufspringt und die Lake in das Ei einziehen kann. Eier ins Glas einschichten und den Sud darüber gießen, Glas verschließen und ca. 2 -3 Tage durchziehen lassen.
Ei schälen, längst halbieren, den Dotter mit einem Kaffeelöffel heraus heben, in die Mulde Pfeffer, etwas scharfen Senf, ein paar Tropfen Balsamico- Essig und etwas Olivenöl geben. Den herausgenommenen Eidotter umgekehrt, also mit der Wölbung nach oben, wieder reinlegen. Nun die Eihälfte auf einmal in den Mund schieben und genießen.






v.li.n.re.: Anita Haag, Gertrud Glasbrenner, Silvio Hermann (Ton), Eva Gensch (Kamera), Tanja Hamilton (Regie)


01.-04.11.2011 Wellness in Berchtesgaden

Text und Fotos: Margitta Schmidt

Sagenumwobene Berge, sanfte Täler und märchenhafte Seen erlebten
28 Kreislandfrauen aus Schwäbisch Hall bei herrlichem Herbstwetter im Berchtesgadener Land.
Neben einem romantischen Spaziergang um den Hintersee und einer Schifffahrt über den Königssee, standen eine Nachtwächterinnenführung, eine
Enzianverkostung und der Besuch in einer Kaffeerösterei auf dem Programm. Der Beautybereich, die großzügige Sauna und das moderne Schwimmbad mit Blick auf den Watzmann, bot vielerlei Möglichkeiten für einen unvergesslichen Wellness- Aufenthalt.

Eine große Überraschung erlebte Anita Schanzenbach aus Ammertsweiler. Im Hotel Edelweiss traf sie die Bob-Nationaltrainer Christof Langen und Rene Spies, sowie den Weltklasse- Pilot Matthias Höpfner, allesamt Mitglieder der Deutschen Nationalmannschaft. Als Fan dieser Mannschaft war sie über das Treffen überaus erfreut, zumal sich die Sportler sehr freundlich und aufgeschlossen zeigten.


Gruppenbild vor St. Bartholomä



St. Bartholomä am Königsee



Kapelle der Seligpreisung mit Gästeführerin Anna (links)



Hintersee



Blick auf Berchtesgaden



v.li.n.re: Christof Langen, Anita Schanzenbach, Rene Spies


Vorstand des Landfrauenverbandes Schwäbisch Hall bestätigt

Zwei Ortsvorsitzende verabschiedet

Margitta Schmidt

In dreijährigem Turnus finden bei den Landfrauen Wahlen statt. Am Montag wurde der neue Vorstand auf Kreisebene gewählt.
Nahezu vollzählig waren die Vorsitzenden der 29 Ortsvereine aus dem Altkreis Schwäbisch Hall am Montag zur Herbstversammlung erschienen. Nach den Berichten von der Delegiertentagung und aus den fünf Arbeitskreisen, Rückblick und Planungen, standen Wahlen auf dem Programm. Die Michelbacher Ortsvorsitzende Anita Haag wurde in Ihrem Amt als Vorsitzende des Landfrauenverbandes Schwäbisch Hall bestätigt. Ebenso die gleichberechtigten Stellvertreterinnen Adelheid Maurer aus Erlach und Ilse Stutz aus Raibach. "Die Arbeit unseres Dreierteams hat sich bewährt", meinte Anita Haag und danke den Ortsvorsitzenden für das entgegengebrachte Vertrauen.

In den Vorstand wiedergewählt wurden Ruth Bühl, Ortsvorsitzende aus Untersontheim, Margit Mares, Ortsvorsitzende aus Sulzdorf, Regina Ott aus Raibach, Gisela Truckenmüller, Ortsvorsitzende aus Ammertsweiler, Helga Trumpp aus Untermünkheim und Ute Wimberger aus Obersteinach. Neu gewählt wurden Renate Knerr aus Obersontheim und Christa Schumacher, Ortsvorsitzende aus Weckrieden.

Petra Seeßle kandidierte nicht mehr und schied nach neunjähriger Tätigkeit im Vorstand aus. Als Nachfolgerin von Helga Lindner bleibt sie als Vorsitzende des Vellberger Ortsvereins aktiv. Auf Ortsebene wurde auch Julika Burkard, Vorsitzende aus Großaltdorf, verabschiedet. Nachfolgerin Karin Ziegler wurde mit einer Rose begrüßt.

"Der Vorstand legt ein enormes Tempo vor, wir werden also auch in den kommenden drei Jahren wieder ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Programm anbieten können", versprach Gerlinde Michelfelder. Dies bestätigte Anita Haag: "Unser neues Leitthema -Leben ist mehr wert- bietet eine Fülle von Möglichkeiten. Außerdem steht noch immer unser Ziel von 3000 Mitgliedern im Raum. Ich bin zuversichtlich, dass wir das schaffen."



von li.n.re.: Vorstandsteam Ilse Stutz, Adelheid Maurer und Anita Haag mit Kreisgeschäftsführerin Gerlinde Michelfelder





Der neue Vorstand: Regina Ott, Ilse Stutz, Ute Wimberger, Adelheid Maurer, Helga Trumpp, Anita Haag, Ruth Bühl, Margit Mares, Christa Schumacher, Renate Knerr, Gisela Truckenmüller, Gerlinde Michelfelder



Haller Führungskräfte in Nordsachsen

Fotos und Bericht von Margitta Schmidt

Früh aufstehen hieß es für 41 Führungskräfte aus 29 Ortsvereinen am 27. Mai 2011. Gemeinsam machten sie sich auf einer zweitägigen Lehrfahrt zu den Landfrauen nach Nordsachsen.

Uta Schladitz begrüßte die Gruppe in Delitzsch. Da der spontane Einkauf in der Schokoladenfabrik Halloren bedeutend länger dauerte als gedacht, musste auf die Stadtbesichtigung verzichtet werden.

Sehr interessant berichtete Dr. Christine Schiemann über Sausedlitz. Während der DDR- Zeit war der Untergang des Dörfchens bereits beschlossen, Sausedlitz sollte in den Fluten des Seelnhausener Sees untergehen. Die Wende brachte die Rettung. Viele Hausbesitzer kehrten in den Ort zurück.

Die Ortsgruppe Löbnitz bewirtete die Hallerinnen mit einem leckeren Kuchenbüffet. In Authausen besichtigte die Gruppe zwei Bockwindmühlen. Im daneben gelegenen Vereinsraum wurde dann bei flotter Trommelmusik fröhlich gefeiert. Dabei gab es ein vielfaches "Hallo", denn bei früheren Besuchen in Nordsachsen und Schwäbisch Hall wurden bereits einige Verbindungen geknüpft.

Der nächste Tag führte in den Naturpark und nach Bad Düben. Unterhalb der Burg Düben, die malerisch auf einem kleinen Hügel direkt am Ufer der Mulde thront, steht die Rekonstruktion einer alten Bergschiffmühle. Der Zaditzbruch, sehenswerte und erholsame Moorlandschaft in der Dübener Heide, beherbergt ein Biberreservat. Sehr schön anzusehen war das eben in Blüte stehende Wollgras.

Verwaltungssitz des Landkreises Nordsachsen mit etwa 20.000 Einwohnern ist die Große Kreisstadt Torgau. Hier ist besonders das nahe der Elbe stehende Schloss Hartenfels, ein prachtvoller Renaissancebau, sehenswert. Die Aufführung der ersten deutschsprachigen Oper, "Daphne" mit der Musik von Heinrich Schütz, fand hier statt. Die Torgauer Schlosskapelle war der erste evangelische Kirchenneubau. Martin Luther weihte die Kapelle der sächsischen Kurfürsten auf Schloss Hartenfels am 5. Oktober 1544 ein.





Landfrauen adoptieren Löwen in Afrika

Projekt zum Erhalt der Großkatzen in Namibia

Fotos und Bericht von Margitta Schmidt

Zwei Reisegruppen des Landfrauenverbandes Schwäbisch Hall bereisten unlängst Namibia. In Deutsch- Südwestafrika, wie die Kolonie vor ihrer Unabhängigkeit hieß, beeindruckte die Reisenden aus Schwäbisch Hall besonders das AfriCat-North-Programm zum Schutz der Großkatzen, vor allem der Löwen.

Der Wecker klingelt um vier Uhr in der Frühe. Nach einem schnellen Frühstück klettern die Mitglieder der Reisegruppen in der "Kavita Lion Lodge", in der Nähe der Stadt Kamanjab, auf zwei offene Geländewagen. Der Fahrtwind entlang der Südgrenze des Etosha Nationalparks ist kalt. Eine gute halbe Stunde holpern die Wagen über unwegsame Sandpisten und schließlich durch offenes Buschland. Strassen gibt es hier nicht. Inzwischen geht über den Hügeln die Sonne auf. Gelbe Webervögel stimmen ihr Morgenlied an. Springböcke flüchten aufgeschreckt in die Büsche. Das letzte Wegstück wird zu Fuß zurückgelegt. "Bleibt dicht beieinander, lauft zügig, aber rennt nicht und seid still", rät Franco Horn, Mitarbeiter der "AfriCat Foundation". Nicht ohne Grund, denn die fünf Löwen in der Obhut der Organisation, locken wild lebende Artgenossen an. Es ist für alle Beteiligten ein unvergessliches Erlebnis, als die Löwen aus den Büschen zur Wasserstelle kommen - so nah, dass man sie fast mit ausgestrecktem Arm berühren könnte. Majestätisch durchschreiten sie ihr Gelände, das insgesamt 50 Hektar misst. Sie wittern die Menschen in dem Ansitz, ignorieren sie aber. Stattdessen zeigen sie normales Löwenverhalten: fressen, trinken, säubern, schmusen und raufen. Nach einer knappen Stunde läuft Löwe Shavula neugierig vor dem Ansitz hin und her. Als er die Gäste plötzlich wütend anfaucht, ist der Besuch zu Ende. Langsam und ruhig treten alle den Rückzug an.

Wildlebende Löwen sind, neben Nashörnern und Elefanten, einer der Hauptgründe für Reisen ins nördliche Namibia und stellen deshalb einen enormen Wirtschaftsfaktor dar. Ihr Bestand ist in den letzten Jahren drastisch gesunken. Die fünf Löwen der Organisation sind Waisen. Eine Auswilderung kommt für die habituierten Tiere nicht in Frage. Sie hätten keine Überlebenschancen. Immer wieder entkommen Löwen durch den defekten Zaun des Parks. Auf den angrenzenden Farmen reißen sie Rinder, Pferde, Schafe und Ziegen, was zu großen finanziellen Verlusten führt. Farmer haben deshalb das Recht, eingedrungene Löwen zu jagen. Dies geschieht mit Gift, aber auch mit ausgelegten Tellereisen. Ein grausamer Tod, der bis zu einer Woche dauern kann. Die AfriCat Stiftung leistet Aufklärungsarbeit bei Farmern.

Neben dem Schutz der Löwen ist die Sicherheit der Menschen ein ganz wichtiges Anliegen. "Glücklicherweise haben sie noch nie Menschen getötet", berichtet der 22-jährige Naturkundler. Das soll so bleiben. Große Summen werden deshalb für die Sicherung der Grenzzäune benötigt.

Dritte Aufgabe ist die Jugendarbeit. Unter dem Motto: "Naturschutz durch Umwelterziehungsunterricht" verbringen Schüler einige Tage im Camp. Sie arbeiten an ausgewählten Projekten und lernen Löwen aus nächster Nähe kennen und lieben. "Nur über die Kinder können wir unsere Wildtiere retten", so Horn. Die Mitglieder der Reisegruppen waren von der Arbeit der Naturschutzorganisation so überzeugt, dass sie spontan den 4-jährigen Löwen Shavula und seine Zwillingsschwester Shani adoptierten und ihnen damit Futter für jeweils ein Jahr spendeten.

Info:
www.afrileo-foundation.org
www.africat-org









Landfrauen in Namibia

Fotos und Bericht von Margitta Schmidt

Erlebnisreiche Wochen erlebten die beiden LandFrauen-Reisegruppen im März/ April 2011 in Namibia.
Nach einer Stadtrundfahrt durch die Hauptstadt Windhoek und der Besichtigung einer Krokodilfarm, ging die Reise in den Etosha- Nationalpark. Neben Giraffen, Zebras, Straussen, Oryxen, Antilopen, Gnus, Springböcken, Kudus, Impalas und unzähligen Vogelarten, war die Beobachtung der wild lebenden Löwen ein ganz besonderes Erlebnis.

Heftige Regenfälle führten nicht nur zu weiträumigen Überschwemmungen im Ovamboland. Sogar die Wüsten erblühten in ungeahnter Farbenpracht. Fast eine Million Menschen, also mehr als die Hälfte der Gesamtbevölkerung, lebt hier auf nur 6 Prozent der Landesfläche. In der Nähe des Ortes Ruacana, im Norden Namibias, stürzt sich der Kunene, der Grenzfluss zwischen Namibia und Angola, auf spektakuläre Weise in die Tiefe. Das Wasser der Ruacana Wasserfälle ergießt sich tosend über 120 Meter tief in eine 700 Meter breite Schlucht.

Unvergesslich war der Besuch im (Ova)himbadorf. Das Volk der Rinderzüchter kleidet sich nach uralter Tradition. Die Frauen sind auffallend schön. Sie tragen komplizierte Frisuren und Lendenschurze, die den Oberkörper unbedeckt lassen. Zum Schutz gegen Hitze und Mückenstiche reiben sie ihre Haut mit einer Mischung aus rotem Eisenocker und Butterfett ein.

In der Kavita Lion Lodge, südlich des Etosha- Parks, bekamen die Touristen Informationen über ein Löwen- Projekt, das Wildtieren und Farmern Schutz bieten soll. Jede Gruppe adoptierte einen Löwen.

Vorbei am Brandberg führte die Fahrt in das hübsche Seestädtchen Swakopmund. Während der deutschen Kolonialzeit war der Hafen von großer Bedeutung. Heute leben etwa 30.000 Menschen hier. An der Küste entlang ging es nach Walvis Bay, danach mitten durch die Wüste zum legendären Kuiseb Pass, einer wunderschönen Strecke mitten durch die Berge.

Die Dünen der Namib Wüste entstanden im Laufe von Millionen von Jahren. Die bekannteste ist die Düne 45. Mit Allradfahrzeugen fuhren wir ins Sossusvlei, einer Lehmsenke, die von mächtigen Dünen umschlossen ist. Mit über 300 Metern Höhe gehören sie zu den höchsten der Welt. Bei über 40 Grad schaffte nicht jeder den Weg auf den Gipfel der "Großen Mama".

Sehr eindrucksvoll war der Sesriem-Canyon, wo sich der Tsauchab eingegraben hat. Durch die heftigen Regenfälle hatten wir auch hier das seltene Glück, kein trockenes Bachbett vorzufinden.

Nach einem "Sundowner" mit beeindruckend schönem Sonnenuntergang in der Kalahari Wüste ging die Reise dem Ende entgegen.





















Mit einem Donnerschlag "Unterwegs zu neuen Chancen" Ehrenamt und Bewegung sind Themen in Wolpertshausen

Fotos und Bericht von Margitta Schmidt

Mit einer gelungenen Großveranstaltung feierte der Landfrauenverband (LFV) Schwäbisch Hall den Auftakt der bundesweit bis in den Herbst hinein stattfindenden Bewegungstage in Wolpertshausen. Gleichzeitig befasste sich der Europatag mit dem Thema Ehrenamt.

Das Wetter hätte nicht schöner sein können, als mit einem Kanonenschlag der Haller Sieder der Startschuss für die bundesweiten Bewegungstage fiel. Brigitte Scherb, aus Bredelem im Landkreis Goslar stammende Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbands, und Hannelore Wörz, Präsidentin des LFV Württemberg- Baden, durchschnitten gemeinsam das rote Band der Sympathie. "Bei 430 Kreisverbänden in Deutschland ist es keine Selbstverständlichkeit, Frau Scherb heute bei uns begrüßen zu dürfen", freute sich Anita Haag, Kreisvorsitzende des LFV Schwäbisch Hall, der sich für die Ausrichtung der Doppelveranstaltung verantwortlich zeigte. Wegen des großen Andrangs von über 300 Teilnehmern hatte Bürgermeister Silberzahn kurzerhand die neue Halle zur Verfügung gestellt.

Der Nachmittag stand unter dem Motto Bewegung. 235 Frauen hatten die Möglichkeit, sich zwischen drei verschiedenen Wanderrouten zu entscheiden. Die Besichtigung der Gärten in Haßfelden zog die meisten Teilnehmerinnen an. Alternativ wurde auf dem Energiepfad zum Thema informiert oder im Bühlertal gewandert. Mit über 500tausend Mitgliedern in 12.000 Ortsvereinen sind Landfrauen in ganz Deutschland präsent. Scherb berichtete, dass für die kommenden Monate bundesweit bereits 700 Aktionen mit 40.000 Teilnehmern gemeldet wurden."Bei Sternwanderungen, Radtouren und Bootsfahrten machen wir uns als Gemeinschaft auf den Weg zu neuen Chancen. Wir nutzen die Aktionstage für neue Impulse, wandeln Größe in Stärke um und werden uns unserer Stärke bewusst." Die konkrete Umsetzung der Verbandsziele erfordere permanente Einmischung in Gesellschaft und Politik: "Landfrauenarbeit kann nicht immer nur nett sein." Landfrauen hätten es sich aber zur Aufgabe gemacht, Missstände und Defizite nicht nur zu benennen, sondern ihnen durch ihr Engagement entgegen zu wirken. Den Landesverband lobte sie: "Die Idee der Juniormitgliedschaften ist genial und ihre Bildungsarbeit ist nicht zu toppen."

Anschaulich zeigte die Europaabgeordnete Evelyne Gebhardt MdEP die Entwicklung des Ehrenamtes anhand geschichtlicher Beispiele aus der Antike bis ins 19. Jahrhundert auf. Heute sind 23 Millionen Menschen über 14 Jahren in Deutschland ehrenamtlich tätig. Um dies zu würdigen, hat die EU 2011 zum Jahr des Ehrenamtes ausgerufen. "Studien zeigen einen direkten Zusammenhang zwischen Ehrenamt und Sozialstaat. Wo der Staat sozial abrüstet, entfernen sich Menschen voneinander, baut sich Ehrenamt ab", warnte sie. Mit der Übernahme staatlicher Aufgaben sei das Ehrenamt aber überfordert.

Bundestagsabgeordneter Christian von Stetten informierte über eine steuerfreie Pauschale für Übungsleiter. Landtagsabgeordneter Nikolaos Sakellariou sieht Minderverdienende bei einem Steuerbonus benachteiligt. Brigitte Ströbel, Vorsitzende des LFV Crailsheim, ermuntert, sich nach seinen Fähigkeiten ehrenamtlich einzubringen. Hannelore Wörz bedankte sich bei den Haller Landfrauen für die vielseitige Veranstaltung: "Sie haben flexibel reagiert und sich spontan für die Ausrichtung der Auftaktveranstaltung beworben. Sie haben das in sie gesetzte Vertrauen voll erfüllt."

Info: Bewegungstage wurden seither bereits in verschiedenen LF-Kreisverbänden angeboten. Die Aktion "Unterwegs zu neuen Chancen" ist die erste, die auf Bundesebene gestartet wurde. Initiatorin der Europatage ist die Haller Ehrenvorsitzende Bärbel Frenz. Sie finden seit 13 Jahren statt und werden seit 2010 im Wechsel mit dem Kreisverein Crailsheim durchgeführt.























"Band der Sympathie" - Weltrekordversuch in Schwäbisch Hall
1. April 2011

Fotos und Bericht von Margitta Schmidt

Das mit 6,5 Kilometern längste Eröffnungsband der Welt sollte zum Stadtfest von 3000 Helfern gehalten werden. Schon lange vorher waren Abschnitte von je 100 Metern an Vereine, Schulen und Firmen geliefert worden. Die KreisLandfrauen Schwäbisch Hall legten drei Abschnitte bei ihren Veranstaltungen aus und gaben sie dann an die 29 Ortsvereine weiter, wo sie ebenfalls beschriftet oder bemalt wurden. "Ich schätze, dass sich dabei über 2000 Mitglieder beteiligt haben", freut sich die Kreisvorsitzende Anita Haag. Zum Eröffnungsfest des neuen Kocherquartiers hielten 70 Landfrauen das in den Stadtfarben rot und gelb gehaltene Band bei strömendem Regen auf einer Strecke von 400 Metern, von der AOK bis zum Steinernen Steg. Über eine Stunde harrten sie geduldig aus, bis das Kamerateam mit Vermessungstechniker und Rechtsanwalt vorüber war. Ob der bisherige Weltrekord überboten wurde, wird vom Guinnessbuch-Team in England nach Auswertung des Filmmaterials entschieden.



Kreisadvent, 21.11.10

Fotos und Bericht von Margitta Schmidt

Über "Bräuche im Advent" berichtete Pfarrerin Friederike Wagner im Atrium der Kreissparkasse Schwäbisch Hall. Die festliche Stimmung wurde musikalisch umrahmt durch Josef Wagner und Fritz Schaaf. Autorin Noreen Aidan erzählte eine spannende Weihnachtsgeschichte und stellte dabei ihre Bücher vor.

Besonders für die ehemaligen, aber auch für die aktiven Führungskräfte, ist die Zusammenkunft ein willkommener Anlass, um sich mit den Weggefährtinnen auszutauschen und sich gemeinsam auf die Adventszeit einzustimmen. Besonderer Dank galt dem Führungsteam des Landfrauenverbandes Schwäbisch Hall Anita Haaag, Ilse Stutz und Adelheid Maurer, die zusammen mit Geschäftsführerin Gerlinde Michelfelder immer im Einsatz für ihren Verein sind.



Milch als wertvolles Lebensmittel achten - 22.11.10
Aktion von Landfrauen und Schule stellt Milch in den Mittelpunkt

Fotos und Bericht von Margitta Schmidt

Milch als wertvolles Nahrungsmittel wieder ins Bewusstsein rücken - das war das Ziel einer gemeinsamen Aktion des Landfrauenverbandes Schwäbisch Hall, sowie Lehrern und Schülern der Sibilla-Egen-Schule.

Der Lichthof der Sibilla-Egen-Schule glich einem kleinen Marktplatz. An verschiedenen Stationen und mit großen Infotafeln informierten Landfrauen und Schüler der Zweijährigen Berufsfachschule (2BFH2) über Milch, Milchprodukte, Inhaltsstoffe und unterschiedliche Verwendungsmöglichkeiten. Sahne wurde in Schraubgläsern zu Butter geschüttelt und verkostet. Ein weiterer Stand lockte mit verschiedenen Milchmixgetränken, wobei sich die Orangenvariante als klarer Favorit gegenüber Banane und Zwetschge entpuppte. Nicht einfach war das Milch- Geschmacksquiz. Hier musste man über gute Geschmacksnerven verfügen, um zwischen frischer Bauernhofmilch, H-Milch und ESL- Milch zu unterscheiden.

"Der Milchverbrauch sinkt, die Milchpreise sind im Keller. Immer öfter werden Milchprodukte durch andere, teils minderwertige, Zutaten ersetzt, wie bei Speiseeis oder Analogkäse", begründet Anita Haag, Vorsitzende der Haller Landfrauen, ihre Motivation aktiv zu werden. Schon im Frühjahr stieß der Verband mit seinem Anliegen bei Schulleiterin Marliese Hanschke auf Interesse: "Das Thema entspricht unserem Profil. Da ist eine Zusammenarbeit nahe liegend."

Klassenlehrerin Elisabeth Hinz beschloss, das Thema "Milch" zum Prüfungsthema auszuarbeiten. In verschiedenen Projektgruppen erarbeiteten die Schüler der 2BFH2 Themen wie Preisentwicklung und faire Milchpreise, stellten Preisvergleiche an, machten sich über Kennzeichnungen, Inhaltsstoffe und Käsesorten kundig. Spannend war die eigene Herstellung von Joghurt, Frisch- und Hüttenkäse, die später in Dips und Nachspeisen Verwendung fanden.

Nach Abschluss der Aktion zogen alle Beteiligten eine positive Bilanz. Die Landfrauen sind bereit, sich bei ähnlichen Aktionen an weiteren Schulen einzubringen. Unterstützt wurde die Aktion durch die Hohenloher Molkerei und den Bioland-Hof Maas in Michelbach.







Landwirtschaftliches Hauptfest, Stuttgart 01.10.2010

Fotos und Bericht Margitta Schmidt

Beim Landwirtschaftlichen Hauptfest in Stuttgart nutzten die Arbeitskreise die Möglichkeit ihre vielfältigen Aufgaben auf der Bühne einem breiten Publikum vorzustellen. Der AK- Kultur wählte dazu ein Theaterstück zum Thema "Heimat, deine, meine, unsere" und stimmte so auf die nächste größere Arbeitshilfe ein, die zurzeit vorbereitet wird.



Kulturfahrt Oberammergau am 11./12. und 25./26.07.2010:

Margitta Schmidt

Gleich mit zwei Bussen starteten die Landfrauen zu den Passionsfestspielen nach Oberammergau. Die nur alle 10 Jahre stattfindenden Aufführungen, an denen sich traditionsgemäß nur Einheimische beteiligen dürfen, waren ein großartiges Erlebnis. Besonders die "Lebenden Bilder" werden lange im Gedächtnis bleiben.

Bei strahlendem Sommerwetter machten die Besichtigung des Märchenschlosses Neuschwanstein und die Kaffeepause in Füssen viel Spaß. Alles in allem war es eine rundum gelungene Kulturreise.









Fotos v. Volker Schneider

Perspektiven trotz Aids
Frauen aus Kenia auf der Suche nach neuen Impulsen

Margitta Schmidt

Seit einer Delegationsreise nach Kenia im Herbst 2005 ist der Landfrauenverband Württemberg- Baden in regelmäßigem Austausch mit dem CISS (Community Initiative Support Service). Fünf Vertreterinnen waren eine Woche im Verbandsgebiet unterwegs, um sich über die Arbeitsweise der Landfrauen zu informieren und auf ihre eigene Situation in Kenia aufmerksam zu machen.

Roselyne A. Alwero und Janet A. Akuwa sind Bäuerinnen in der Nähe der Stadt Kisumu im Westen Kenias. Die wenigen Produkte, die sie nicht selbst benötigen, vermarkten sie. Catherine A. Otieno hat Betriebswirtschaft studiert. Sie sind drei der etwa 50 Ehrenamtlichen bei CISS. Zusammen mit den beiden Hauptamtlichen, "Mama" Peres Odera und Herienne A. Kawaka, berichten sie von den unvorstellbaren Folgen von HIV/ Aids für die Gesellschaft. Gleichzeitig suchen sie neue Impulse für ihre Arbeit.

Beim gemeinsamen Mittagessen erzählten die Frauen von ihren Aufgaben. Das Ehrenamt wird in Kenia oft als verschwendete Zeit betrachtet. Die Vertreterinnen des CISS sehen das anders. Mit großem Engagement arbeiten sie in verschiedenen Projekten. Sie pflegen Aids- Kranke, kümmern sich um Aids- Waisen und Obdachlose in den Townships und setzen sich für die Rechte von Frauen, insbesondere von Aids- Witwen, ein. Denn nach geltendem Recht dürfen Frauen kein Land besitzen. Nach dem Tod der Männer stehen sie mittellos da. Neben der medizinischen Versorgung und Pflege setzt CISS auf eine umfangreiche Aufklärungsarbeit in Bereichen wie Gesundheit, Vorsorge und Ernährung.

"Die Begegnungsreise unseres Verbandes führte dazu, dass die Teilnehmerinnen in nahezu allen 640 Ortsvereinen über die Situation von kenianischen Frauen berichteten“, erzählt Gerda Weiß, Vorsitzende des Entwicklungspolitischen Arbeitskreises, in deren Haus die Besucher an diesem Tag zu Gast sind. Durch die Aktion "Landfrauen unterstützen Landfrauen in Kenia" konnten 50.000 Euro für Ernährungssicherung und Wasserversorgung gesammelt werden.

Beim Rundgang durch die Ländliche Heimvolkshochschule Hohebuch interessieren sich die Frauen besonders für die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten von Filz und die Herstellung von Halsketten. Einige schöne Exemplare haben sie selbst als Geschenke mitgebracht. Ob es möglich wäre, diese Schmuckstücke in größerer Zahl für den Landfrauenverband zu fertigen? Peres Odera bleibt sachlich: "Kenia ist ein armes Land. Unsere vielen Eindrücke und Ideen müssen zunächst überdacht und für unsere Verhältnisse überarbeitet werden, um umsetzbar gemacht zu werden."

Auf dem Weg zum Schwäbisch Haller Rathaus, erzählt Catherine Otieno, wie begeistert sie von der Gastfreundlichkeit in Deutschland ist. Sehr gut findet sie das Organisationstalent, die Disziplin und die Geselligkeit der Landfrauen: "Die Deutschen sind sehr individuell, jeder hat seine eigene Persönlichkeit. Sie treffen sich gern und erscheinen glücklich. Am meisten überrascht mich der Zusammenhalt der Familien. Ich dachte, sie kümmerten sich nicht um die alte Generation. Nun bin ich überrascht, wie gut die Fürsorge ist."

Nach dem Empfang durch die erste Bürgermeisterin Bettina Wilhelm, beginnen die fünf Frauen spontan zu singen. Es ist ein melodisches Lied über die Liebe Gottes. Kraftvolle schöne Stimmen hallen über den Marktplatz. Sie mögen arm sein, die Frauen aus Kenia, mutlos sind sie nicht.


Singen als Ausdruck von Lebensfreude und Dankbarkeit:
Catherine A. Otieno, Janet A. Akuwa, Roselyne A. Alwero (von links)



Die Direktorin Peres Odera, Miarbeiterin Herienne A. Kawaka und die Ehrenamtlichen Catherine A. Otieno und Janet A. Akuwa bei der Begrüßung durch die Gastgeberin Gerda Weiß in Waldenburg.



Singen als Ausdruck von Lebensfreude und Dankbarkeit: Catherine A. Otieno, Beate Hufeisen, Peres Odera, Herienne A. Kawaka, Janet A. Akuwa, Roselyne A. Alwero, Dr. Beate Arman (von links)



Offizielles Foto beim Empfang im Haller Rathaus durch die 1. Bürgermeisterin Bettina Wilhelm mit der Delegation des Landfrauenverbandes Württemberg- Baden, Schwäbisch Hall und Hohenlohekreis:
hinten von links:
Dr. Beate Arman, Margit Mares, Herienne A. Kawaka, Gerlinde Michelfelder, Roselyne A. Alwero, Adelheid Maurer, Janet A. Akuwa, Ursula Dollinger, Catherine A. Otieno, Rosemarie Müller, Ilse Stutz
vorne von links:
Anita Haag, Peres Odera, BM Bettina Wilhelm, Gerda Weiß



Sie mögen arm sein, die Frauen aus Kenia, aber ihren Lebensmut haben sie nicht verloren.
von links:
Herienne A. Kawaka, Janet A. Akuwa, BM Bettina Wilhelm, Peres Odera, Roselyne A. Alwero, Catherine A. Otieno.


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Fahrt zum Landfrauentag

Margitta Schmidt



Groß war die Nachfrage nach der Fahrt zum Landfrauentag in Hannover nicht, aber dann erlebten die 31 Teilnehmerinnen der Kreisvereine Schwäbisch Hall, Crailsheim und Hohenlohe, erlebnisreiche Tage.

Reiseleiterin Regina Müller hatte ein umfangreiches Programm zusammengestellt. Wer im Süden kennt schon Hann. Münden, die erste Station der Reise? Bekannter ist da schon, dass Fulda und Werra die Weser bilden. Nun, dieser Zusammenfluss liegt bei der schönen Drei-Flüsse-Stadt in Niedersachsen, die zudem mit wunderschönen Fachwerkhäusern aufwartet. "Auf jeden Fall eine Reise wert", meinten die Damen bei der gemütlichen Schifffahrt auf der Fulda.
Der Münchhausen-Gutshof in Bodenwerder präsentiert sich als Ensemble dreier Gebäude, dem Herrenhaus, dem Nebengebäude und der "Schulenburg". Im Herrenhaus wurde Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen 1720 geboren. Er verstarb hier 1797. Heute ist das umfangreiche Münchhausen- Museum dort untergebracht. Einige Anekdoten gab der Museumsführer zum Besten.
Abends lernten wir im Hotel eine Landfrauengruppe aus Hanau kennen. Klar, dass es Gesprächsstoff bis in die Nacht hinein gab.
Hannover ist sicher nicht die schönste Stadt Deutschlands. Mit einer Zerstörung von 98 % der Innenstadt brachte der 2. Weltkrieg großes Leid über die Bewohner. Beeindruckend sind die Königlichen Gärten Herrenhausen, bestehend aus Großem Garten, Berggarten, Georgengarten und Welfengarten. Sie gehören zu den schönsten Parkanlagen Europas. Die wichtigsten Stilrichtungen der Gartenkunst finden sich in der Anlage wieder: die barocke Gartenkunst im französischen Stil, der englische Landschaftsgarten und der botanische Garten.

Der barocke Große Garten wurde 1666 begonnen und in seiner heutigen Form von 1696 bis 1714 unter Kurfürstin Sophie gestaltet. Er zählt zu den wenigen, in ihrer Grundstruktur erhaltenen Barockanlagen in Europa. Schon weithin sichtbar weist die Große Fontäne mit ihrem bis zu 80 Meter hohen Wasserstrahl den Weg zu der historischen Barockanlage.

Von 2001 bis 2003 ist die Grotte nach den Plänen der Künstlerin Niki de Saint Phalle neu ausgestaltet worden. Wir waren begeistert. Gerne hätten wir mehr Zeit im Berggarten verbracht. Er entstand gleichzeitig mit dem Großen Garten und ist einer der ältesten Botanischen Gärten Deutschlands. Nicht nur die größte Orchideensammlung Europas wird hier permanent gezeigt, auch das Kakteenhaus und das Regenwaldhaus beherbergen beeindruckende Pflanzen und eine herrliche Blütenpracht.

Der Deutsche LandFrauentag fand in der Kuppelhalle statt. Er stand unter dem Motto: "500 000 Frauen, die viel bewegen". Zu dem bundesweiten Treffen kamen 3000 Teilnehmer/innen. Präsidentin Brigitte Scherb betonte: "Die Stärke des Verbandes ist die Präsenz in der Fläche". Die Mitglieder würden mit ihrem Mut und ihrer Kraft, mit ihren Ideen und ihrem Optimismus den Dörfern und Regionen Impulse verleihen. Das Miteinander und die menschliche Nähe seien ein unschätzbarer Beitrag für die Entwicklung und Zukunft unseres Landes.

Festredner Prof. Dr. Dr. Wolfgang Ockenfels, Theologische Fakultät der Universität Trier, erörterte in seinem Vortrag die Frage nach der Bedeutung alter moralischer Werte in Gegenwart und Zukunft. Das System der sozialen Marktwirtschaft brauche Leute, die Verantwortung in der Wirtschaft, in Politik und im Ehrenamt übernehmen. Die Zehn Gebote böten in moderner Lesart auch heute noch den Unternehmern Grundwerte und Orientierung, deren Einhaltung Glaubwürdigkeit und Vertrauen schaffen, die sich unternehmerisch als Investition bezahlt machten. Dies gelte ebenso für die Politik wie für das persünliche Miteinander, etwa in der LandFrauenarbeit.

Drei LandFrauen wurden zur "LandFrau des Jahres" gekürt. Brigitte Scherb bekam die Goldene Biene des Vereins verliehen.

Am dritten Tag hieß es Abschiednehmen. Über Hildesheim, wo wir den 1000-jährigen Rosenstock in voller Blüte bewunderten, und einem Bummel durch die hübsche Altstadt, machten wir uns auf den Heimweg - nicht, ohne uns unterwegs in einem hübschen Hofcafe zu stärken.



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Die Beziehung der Generationen im Blick

Landfrauentag in der Hagenbachhalle als Höhepunkt der Verbandsarbeit am 9. April 2010

Margitta Schmidt



In dreijährigem Rhythmus lädt der Kreislandfrauenverband Schwäbisch Hall Mitglieder und Freunde zum Landfrauentag in die Hagenbachhalle ein. Vor rund 500 Gästen zeigte die Kreisvorsitzende Anita Haag die vielseitige Bandbreite der Vereinsarbeit auf. Gastrednerin Rita Reichenbach- Lachenmann befasste sich mit dem Thema "Generationsbeziehungen - miteinander reden - voneinander lernen - füreinander da sein."

Herzen, Schmetterlinge und viele Frühlingsblumen schmückten die Tische der Hagenbachhalle am Freitagnachmittag. Herzlich und fröhlich war auch die Stimmung. In einem Überblick zeigte die Kreisvorsitzende Anita Haag Schwerpunkte der vergangenen Veranstaltungen auf, die von Vorträgen, Museumsseminaren, Kulturreisen, EDV- Kursen und Europaseminaren bis hin zu Ausbildungsangeboten für Familienpflegerinnen und Kräuterpädagoginnen reichen und neuerdings auch Themen für junge Eltern im Rahmen des Bildungsangebotes "Stärke" umfassen. Kaum ein Gebiet, auf dem sie nicht aktiv werden, wenn es um die Belange von Frauen geht. 29 Ortsvereine mit sieben Mutter- Kind- Gruppen, vier Mädchen- und etliche Sportgruppen, sowie eine Schwungfedergruppe umfasst der Kreisverein. Haag hofft, das 3000ste Mitglied bald begrüßen zu dürfen.

"Sie setzen sich für Familien, für Junge und Ältere, Pflege, Erziehung und Bildung, Nachbarschaft und Integration ein und helfen, die Stärke in unserem Raum zu erhalten", meinte Oberbürgermeister Herrmann- Josef Pelgrim anerkennend.

Europaabgeordneten Evelyne Gebhardt zeigte sich beeindruckt über das Ausmaß ehrenamtlichen Engagements. Landtagsabgeordneten Helmut W. Rüeck trat dem Verein spontan als Fördermitglied bei. Aus Nordsachsen war Uta Schladitz angereist. Sie dankte für die Aufbauhilfe der Hallerinnen bei den inzwischen 12 Landfrauenvereinen in ihrer Region.

"Wie kann der Alltag zwischen den Generationen gelingen?" fragte Rita Reichenbach- Lachenmann, Bildungsreferentin beim Landfrauenverband Württemberg- Baden, in ihrem Festvortrag. Missverständnisse basieren oftmals auf unterschiedlichen Lebenserfahrungen und unterschiedlichen Wertevorstellungen. Während die ältere Generation durch Krieg, Not und autoritäre Verhältnisse geprägt sei, konnte die Mittlere in Zeiten des Wirtschaftswunders und der Selbstentfaltung aufwachsen. Die Jungen erlebten einerseits die große Fürsorge der Eltern, aber auch den starken Einfluss von Medien und spürten eine zunehmende Unsicherheit in Bezug auf die Zukunft. "Klassische Missverständnisse entstehen auf der Gefühlsebene", so die Referentin. Vieles, was gesagt würde, käme beim Empfänger anders an. Wie vermeidet man, dass Missverständnisse zu Konflikten werden? "Handeln sie nach der goldenen Regel aller Weltreligionen: Behandeln sie den anderen, wie sie selbst behandelt werden möchten. Nehmen sie das Glück nicht nur wahr, sondern artikulieren sie es auch". Anstatt impulsiv zu reagieren, sind Fragen wie: Hat der andere das wirklich so gemeint oder: Wo sind meine Empfindlichkeiten, hilfreich. Einfühlsamkeit (Frage: was beschäftigt ihn?) kann Aufschluss über die Beweggründe des Gegenübers liefern. "Lassen sie nicht zu, dass die Beziehungsfalle zuschnappt, gehen sie konstruktiv auf den anderen zu", rät Reichenbach.

Landesgeschäftsführerin Dr. Beate Krieg überreichte Ehrungen an langjährige Ortsvorsitzende und Zertifikate an die Absolventinnen des Kurses für Häusliche Familienbetreuerinnen.

Mitgestaltet wurde der Nachmittag von "Berni's Trio", Vellberg, dem Landfrauenchor unter der Leitung von Rita Neumann und den Mutter- Kind- Gruppen aus Geifertshofen, Eltershofen und Fischachtal. Die Kräuterpädagoginnen stellten sich mit schmackhaften Kostproben und eigenen Produkten vor.

Geehrt wurden als langjährige Ortsvorsitzende: Anita Haag (Michelbach/Bilz) und Helga Lindner (Vellberg) für 10 Jahre, Gerda Kraft (Untermünkheim) und Ingeborg Hohlfeld (Gailenkirchen) für 20 Jahre, Gisela Truckenmüller (Ammertsweiler) für 25 Jahre.



Von links: Kreisgeschäftsführerin Gerlinde Michelfelder, stellv. Vorsitzende Ilse Stutz, Anita Haag, Gisela Truckenmüller, stellv. Vorsitzende Adelheid Maurer, Helga Lindner, Ingeborg Hohlfeld, Gerda Kraft, Landesgeschäftsführerin Dr. Beate Krieg.